Die Digitalisierung und der Buchmarkt

Seit der Gründung des Online-Buchhandels und der fortschreitenden Digitalisierung von Büchern in Form von E-Books haben das gedruckte Buch und der lokale Buchhandel starke Konkurrenz bekommen. Doch viele Stimmen, die dem gedruckten Buch einen schnellen Tod vorhersagten, haben sich geirrt. Trotzdem zwingt die Digitalisierung den Buchmarkt zu Veränderungen um weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben.

Traditioneller Buchhandel

Die Konkurrenz durch den Online-Handel und das eBook

Spätestens seit Amazon zu einem der größten Anbieter von Büchern geworden ist und mit dem eigenen eBook Reader den Markt nachhaltig zu verändern begann, sahen viele Personen das gedruckte Buch bald von der Bildfläche verschwinden. Doch dies hat sich als Fehleinschätzung heraus gestellt. Die Realität sieht so aus, dass bestimmte Bereiche, wie etwa die Taschenbücher, einen starken Rückgang erleben, da sie zunehmend als eBooks erworben werden. Andere Bücher, insbesondere die hochwertigeren Hardcover Bücher bleiben von der Digitalisierung weitgehend unberührt. Trotzdem zeigt sich, dass das eBook und der Online-Handel nun zum festen Bestandteil am Buchmarkt geworden sind.

Kindle Ebook-ReaderDarüber hinaus können selbst Experten kaum abschätzen, inwiefern eine Koexistenz auf Dauer möglich sein wird, denn die Technologie der eBook Reader entwickelt sich noch weiter und wird auch in Zukunft mehr Anteile am Buchmarkt für sich beanspruchen. Gleichzeitig zeigt sich jedoch, dass jedes Jahr immer mehr Bücher, oftmals sogar durch die Autoren selbst, veröffentlicht werden und sich durchaus erfolgreich gegen den Online-Handel behaupten können. Trotzdem zeigt sich, dass der lokale Buchhandel und das gedruckte Buch gewisse Verluste machen und noch nicht absehbar ist, wie sich dieser Trend in Zukunft entwickeln wird. Aus diesem Grund muss der Buchmarkt sich an die digitale Konkurrenz anpassen und entsprechend stark verändern.

Veränderung, Stillstand und die Konsequenzen

Die Digitalisierung zwingt den lokalen Buchhandel zum Wandel und dazu, den Kunden ein Angebot zu bieten, welches reine Online-Händler wiederum nicht bieten können. Zunächst mussten die Händler die neuen Entwicklungen aufgreifen und fingen an, eigene E-Book-Reader auf den Markt zu bringen. Das Angebot hat sich so verändert, dass die klassischen Händler sowohl über ein Online-Angebot als auch ein lokales Angebot verfügen müssen. So ist es Kunden möglich online Bücher vorzubestellen und in einer Filiale abzuholen. Gleichzeitig ist das Sortiment gewachsen und insbesondere große Filialen sind keine reinen Bücherläden mehr, sondern bieten Cafés, Geschenkartikel und andere Produkte an. Auch Besonderheiten wie Lesungen durch die Autoren locken weiterhin Kunden in die Läden und heben den lokalen Handel weiterhin hervor.

Konventioneller BuchmarktEin Problem ist jedoch, dass kleine Einzelläden, welche sich nicht anpassen wollen oder können, kaum noch konkurrenzfähig und dem Druck durch Online-Händler und Händlerketten nicht gewachsen sind. Dies liegt insbesondere an der Buchpreisbindung, welche zwar den Verkaufspreis regelt, jedoch große Ketten und Online-Anbieter die Gewinne durch Mengenrabatte steigern lässt. Doch auch sie müssen sich weiterentwickeln. Durch die Digitalisierung von Büchern wird Kopierschutz mehr und mehr zu einem wichtigen Thema, damit nicht letztlich das E-Book dem gedruckten Buch unterlegen ist.

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