Der Internationale Türkische Germanistik-Kongress

Vom 11. bis zum 14. Mai fand im türkischen Antalya der dreizehnte Türkische Internationale Germanistik Kongress statt, der von der „Abteilung für deutsche Sprache und Literatur“ der Akdeniz Universität organisiert wurde. Die Veranstaltung wurde zum 80-jährigen Bestehen der Germanistik in der Türkei veranstaltet und die Kongresssprachen waren sowohl Türkisch als auch Deutsch.

Der Internationale Türkische Germanistik-Kongress

Die Zukunft der Germanistik weltweit

Idee des Kongresses war es, die Perspektiven der Germanistik in der Türkei weltweit zu diskutieren, wobei ein Rückblick auf 80 Jahre Germanistik in der Türkei als Ausgangspunkt dienen sollte, um einen Blick auf die zukünftige Entwicklung der Sprache zu werfen.
Während des Kongresses wurden verschiedene Themenkreise erläutert. Dazu gehörten „Sprache“, „Literaturwissenschaft“, „Kultur“, „Übersetzen“ „Sprachvermittlung und Spracherwerb“ sowie „Medien“. Weiterhin fand im Rahmen des Kongresses ein Austausch zum Thema „Berufsperspektiven der türkischen Germanistik heute“ statt.
In allen Fachbereichen verzeichnete sich eine rege Teilnahme von Germanisten aus der Türkei sowie aus Deutschland. Viele der Vorträge verliefen parallel und waren auf eine Dauer von 30 Minuten begrenzt, wobei die letzten zehn Minuten der Diskussion vorbehalten waren.

Der Internationale Türkische Germanistik-Kongress in AntalyaDer Kongress begann offiziell am Mittwoch, dem 11. Mai, pünktlich um 16:00 Uhr mit einleitenden Worten von Pof. Dr. Mustafa Kinsiz, dem Abteilungsleiter für deutsche Sprache und Literatur an der Universität von Akdeniz. In den folgenden drei Tagen fanden in drei Räumen, die für die Veranstaltung in der Universität zur Verfügung standen, eine Reihe von unterschiedlichen Vorträgen statt, die von einem umfangreichen Publikum Interessierter besucht wurden.
Zu den Höhepunkten des Kongresses gehörte auch eine Poster-Ausstellung, die ab Donnerstag, dem 12. Mai, im Konferenzraum zu sehen war. Die insgesamt drei Poster waren unterschiedlichen Themen gewidmet. Das erste Poster thematisierte die Selbsteinschätzung mit dem europäischen Profilraster bezüglich der professionellen Kompetenzentwicklung der Sprachlehrenden in der Türkei. Das zweite Poster hatte eine Analyse von Sprachdaten der Jugend aus multi- sowie monoethnischen Wohngebieten in Berlin zum Thema. Im dritten Poster war schließlich die Evolution literarischer Konzepte seit dem 20. Jahrhundert zu sehen.

Der Kongress wurde am Freitagabend mit einem Gala-Dinner beschlossen. Am Samstagmorgen fanden sich Interessierte noch zu einem „Round-Table-Gespräch“ ein, bei dem die Berufsaussichten für Germanisten in der Türkei beleuchtet wurden.

Ein voller Erfolg

Der Kongress fand sowohl bei den Teilnehmern als auch bei der deutschen und türkischen Presse viel Zustimmung. Das Ereignis wurde als fruchtbarer Meinungsaustausch anerkannt, der dazu beitrug, die Germanistik in der Türkei zu fördern und neue Perspektiven für die Zukunft zu schaffen. Nicht zuletzt hatten die Teilnehmer bei verschiedenen Ausflügen im Rahmenprogramm des Kongresses die Möglichkeit, persönliche Kontakte zu schließen und gleichzeitig die Schönheit der türkischen Region um Antalya zu genießen.

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