Perlen – mit geschultem Auge an den Kauf

Schon Literaturnobelpreisträger John Steinbeck widmete den Perlen eines seiner bekanntesten Werke: „The Pearl“, zu Deutsch „Die Perle“ handelt von einem Perlensucher, der eines Tages eine riesige Perle findet. Doch statt Reichtum, Glück und Zufriedenheit bringt die große Perle nur Unglück, Tod und Leid. Doch das Werk will nicht etwa Perlen verteufeln, sondern zeigen, was Geld und Gier aus der Gesellschaft machen kann. Ein Werk, dass auch heute nicht an Aktualität verloren hat. Doch auch die Perlen selbst sind oft nur schwer zu verstehen. Beim Kauf ist daher ein geschultes Auge ratsam, um die beste Perle zu erwischen.

Aus dem Nichts

Die Entstehung von Perlen ist faszinierend und hochkomplex zugleich. Nicht selten werden Perlen daher auch als Wunder des Meeres bezeichnet. Denn Perlen entstehen scheinbar aus dem Nichts, fast. Denn der Entstehung einer Perle in einer Muschel geht ein Entstehungskern zuvor. Während dieser heute auf Zuchtfarmen künstlich eingesetzt wird, kommt dieser in den freien Meeren meist versehentlich in die Muschel hinein, meist als Sandkorn. Damit dieser Kern nicht stört, bildet die Muschel einen Kalkpanzer um den Kern. Doch dieser Kalk hat eine spezielle Form, die besser bekannt ist als Perlmutt. Das schimmernde Material lagert sich über Monate und Jahre um den Kern an. Lang genug gewartet kann eine solche Perle riesig werden.

Interessant zu wissen: Die größte je gefundene Perle hat ein Gewicht von sage und schreibe 34 Kilogramm.

Unterschiede bei Perlen

Bei Perlen wird in der Regel zwischen Süß- und Salzwasserperlen unterschieden. In Süßwassermuscheln können mehrere Perlen gleichzeitig entstehen. Zuchtfarmen mit Süßwassermuscheln können also die höheren Quantitäten liefern. Dafür sind nur weniger dieser Perlen wirklich rund und können farblich überzeugen. Der größte Teil der Perlen wird in einfachem und alltäglichem Schmuck verarbeitet. Salzwasserperlen hingegen entstehen einzeln pro Muschel und gelten als besonders gleichmäßig in Form und Farbe und sind daher die wertvolleren Perlen, was sich auch im Preis niederschlägt. Salzwasserperlen werden meist in hochwertigem Schmuck verarbeitet. Gelegentlich werden aber auch Süßwasserperlen einzeln in Muscheln gewonnen, was diese Perlen qualitativ nahe an die Salzwasserperlen bringt.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Beim Kauf von Perlen sollte man zunächst auf Form und Farbe achten. Wirkt die Perle auf den ersten Blick nicht ganz förmig, so kann dies auf mindere Qualität hinweisen. Bei näherer Betrachtung sollte die Perle auf Risse oder Splitterungen überprüft werden, vor allem an den Bohrlöchern, sollten welche vorhanden sein. Die Perlen sollten einen ausgeprägten Lüster haben, den Schimmer der Perlen. Schimmert die Perle im Licht sehr stark, so handelt es sich um eine echte und meist hochwertige Perle. Auch auf farbliche Nuancen sollte geachtet werden. Die Übertöne der Perle verraten vieles über die Qualität. Rosige, bläuliche und gelbliche Übertöne geben der Perle einen besonderen Charakter. Natürlich sollte die Perle auch am Schmuckstück selbst gut aussehen und gut verarbeitet worden sein.